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Langlaufen im Waldviertel
Aktuelle Tourentipps für das Waldviertel: (10.4.2010)
Langlaufen: ..........
www.gutenbrunn.com
, Webcam Karlstift: http://www.aichelberglifte.at/www/webcam/index.htm
Das aktuelle Wetter: www.wetteronline.de
Webcam Arbesbach: http://www.waldviertelblick.com
Paddler im Schnee ?
Wenn unsere Bäche zugefroren sind, zieht es die echten Waldviertler zu den
Quellen, Langlaufen ist eine ideale Trainingsform und hat beim KCG eine lange
Tradition: Schon ab 1978 findet man uns auf den Loipen der LL-Pioniergemeinde
Gutenbrunn, kurz darauf die erste Winterexpedition den Großen Kamp entlang von
Liebenau bis Rappottenstein. Einige Vereinsmeisterschaften wurden auf der Loipe
von St. Leonhard am Hornerwald
ausgetragen. Eine Solotour im Februar 2004 sollte nur der
Anfang für folgende Erlebnisse sein! Mit der völligen Grenzöffnung am
21.12.2007 galt es, neue Spuren zu ziehen und wir entdeckten schnell die Reize
des Gratzener Berglandes (Novohradske Hory). Die Idee entstand, die Tour des
Jahres 2004 bis zu den letzten Ausläufern zu verlängern, möglichst viele
Loipen zu nutzen und dabei ständig über 750 m Seehöhe zu bleiben. Die idealen
Schneebedingungen und gute Freunde gaben den Rest, am 13.2.2009 brachen wir auf!
Von Heilbrunn nach Gutenbrunn
Wunderbründl in Dobra Voda
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In Dobra Voda (Brünnl) wird beim
barocken Mariendom, der weit über die südböhmische Seenlandschaft
hinausblickt, ein heilsames Wasser abgefüllt. Gleich oberhalb, in Hojna
Voda (Heilbrunn), beginnt unsere Tour auf einem Hochplateau in 800 m
Seehöhe, früher für die Glasindustrie abgeholzt, heute abgesiedelt. Die
Runde um den Mühlberger Teich (einer der zahllosen Schwemmteiche zur
Holztrift) ist gut gespurt, dann müssen wir einer Forststraße (Radweg)
folgen, um nach 1:30 Stunden zur "Urwaldpension"
Zofin zu gelangen. Dieses herrliche Basislager müssen wir leider
auslassen, es geht den Hutsky Bach aufwärts zum Teich (Abzweigung nach
Joachimsthal sehr lohnend) und am Myslivna (1040 m) vorbei nach weiteren
1:20 Stunden zu unserem Lieblingsgasthaus Baronuv
Most. Zur Orientierung in dieser menschenleeren Wildnis sollte man gut
gerüstet sein, topographische Karten von www.shocart.cz,
www.austrianmap.at, oder www.mapy.cz
sollten dabei sein. Wir nächtigen hier (sehr schöne Zimmer), am Morgen
gibt es wieder Neuschnee, nun liegen mehr als 70 cm, der Wind hat die
kleine Straße über die Grenze nach Stadlberg unpassierbar gemacht. |
 Buchers:
Nie wieder Krieg, 1918 - Makaber ? |
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Wir
müssen die Autos weiträumig umstellen, und starten erst vom
Grenzübergang. Die fehlenden 7 km kennen wir gut, oft haben wir die
Paradieswiese um die abgesiedelte Ortschaft Buchers (Pohori na Sumave)
schon durchstreift (Nordwaldkammweg, Kamenec). Anfang Februar veranstalten
die Stadlberger eine Grenzland Wanderung, professionell gespurt bis
Buchers, aber auch die tschechischen Langläufer nutzen schon lange diese
Traumlandschaft! |
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Von Stadlberg beginnt unser
Anstieg durch knietiefen Pulverschnee zur Lainsitzquelle und auf den
Sattel zwischen Aichelberg und Tischberg, mit 1063 m der höchste Berg des
Waldviertels. Unten beim Schilift holt uns die Zivilisation wieder ein,
die Karlstifter Loipe führt uns aber schnell wieder in tiefe Wälder
hinüber zur Kampquelle bei Liebenau. Wir sind im Loipenbereich der "Aktivwelt
Freiwald", welche sich um die Vernetzung der Loipen bemühen. Die
Verbindung Richtung Großgerungs ist zwar noch nicht gespurt, wir
genießen aber die Tiefschneeabfahrt zum Wh. Kampbrücke (leider nur
Abendbetrieb), von dort sind es noch 4 km auf einem Fahrweg bis zur
nächsten Loipe beim Gehöft "In der Goaß". Jetzt sind wir
auf den weiten, sonnigen Loipen von Klein Wetzles und erreichen gegen
15:30 Uhr das Langläuferzentrum Gh.
Einfalt. Die Sauna haben wir verdient, immerhin bläst seit Tagen ein
kräftiger Nordwind bei -7 Grad! |
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Um 9 Uhr brechen wir auf, bis
Bärnkopf sind es 27 km mit kritischen Passagen. Zunächst ziehen wir auf
schönen Bahnen zur Griesbacher Loipe, wo wir ein kurzes Stück zur
Brücke über den Großen Kamp spuren müssen. Steil geht es zum
Ortszentrum von Arbesbach aufwärts, den "Stockzahn des
Waldviertels" im Blickfeld. Beim Friedhof beginnt das Loipensystem
von Arbesbach
- Altmelon, welches
glücklicherweise gut gespurt ist. Der Wind frischt auf, wir sind froh, am
Rande der Meloner Au etwas Schutz zu finden. Auf verwehten Loipen
erreichen wir endlich Klein Pertenschlag, der letzte
"Außenposten" vor der Wildnis des Weinsberger Waldes. Schon
glauben wir, beide Wirtshäuser wären geschlossen und packen im Schutz
des Hauses unsere Jause aus, da kommt die Wirtin mit einigen Stammgästen,
die uns bereits durch die Ortschaft laufen gesehen haben. Wir wärmen uns
auf und erklären den verdutzten Einheimischen, wo wir unterwegs sind. Von
hier geht es mindestens 7 km "offroad", hier habe ich mich vor 5
Jahren ordentlich verschaut. |
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Ich finde den steilen Hohlweg
wieder, der direkt zum Kleinen Kamp hinunterführt, im Tiefschnee ist die
Abfahrt ein Traum. Diesmal überqueren wir sofort den Kamp, um sicher die
dritte Abzweigung nach links zu finden. Heuer gelingt alles, bald sind wir
wieder oben an der Straße vor Bärnkopf und drehen noch eine Loipenrunde,
bevor wir beim Gh. Hofer die Tour beenden.
Die Verbindungsloipe nach Gutenbrunn absolvieren wir dann eine Woche
später, um endlich beim "guten Brunnen" und unserem
Traditionswirten Gh. Marschall
zu landen. Hinter uns liegen 82 km "Cross Country", wie man sie
auch im alpinen Bereich kaum findet - nur 5 Straßenquerungen, wo wir
abschnallen mussten.
Wie beim Paddelsport sind solche Touren nicht zu erzwingen,
Niederschlag, Wetter und Freunde müssen stimmen - ein Fünfjahrestrip!
Walter Mück, 27.2.2009
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