KAJAK CLUB GARS

Flüsse voller Leben!

Aktuell: http://lebendiger-kamp.at/ !!!

KCG-Logo/Aufkleber, created by Ricky Würthner

Gutenbrunn 1977

Langlaufen im Waldviertel

Aktuelle Tourentipps für das Waldviertel: (25.01.2017)

Endlich wieder ein richtiger Winter, Superloipen ober 700m Seehöhe!             40 Jahre Gutenbrunn, wir sind seit 1977 mit dabei: >>>>
Links:  http://www.bergfex.at/oesterreich/langlaufen/ 
Gutenbrunn : www.gutenbrunn.com
Das aktuelle Wetter:
www.wetteronline.de  
Webcam Arbesbachhttp://www.waldviertelblick.com , Zofin: Pension Zofin (hinterm Nebelstein) 
Bärnkopf , Jauerling , Karlstift , Harmannschlag
Weiter oben : Kvilda im Böhmerwald (Moldauquelle)

Paddler im Schnee ?

Wenn unsere Bäche zugefroren sind, zieht es die echten Waldviertler zu den Quellen, Langlaufen ist eine ideale Trainingsform und hat beim KCG eine lange Tradition: Schon ab 1978 findet man uns auf den Loipen der LL-Pioniergemeinde Gutenbrunn, kurz darauf die erste Winterexpedition den Großen Kamp entlang von Liebenau bis Rappottenstein. Einige Vereinsmeisterschaften wurden auf der Loipe von St. Leonhard am Hornerwald ausgetragen. Eine Solotour im Februar 2004 sollte nur der Anfang für folgende Erlebnisse sein! Mit der völligen Grenzöffnung am 21.12.2007 galt es, neue Spuren zu ziehen und wir entdeckten schnell die Reize des Gratzener Berglandes (Novohradske Hory). Die Idee entstand, die Tour des Jahres 2004 bis zu den letzten Ausläufern zu verlängern, möglichst viele Loipen zu nutzen und dabei ständig über 750 m Seehöhe zu bleiben. Die idealen Schneebedingungen und gute Freunde gaben den Rest, am 13.2.2009 brachen wir auf!

Von Heilbrunn nach Gutenbrunn

Dobra Voda

Wunderbründl in Dobra Voda

In Dobra Voda (Brünnl) wird beim barocken Mariendom, der weit über die südböhmische Seenlandschaft hinausblickt, ein heilsames Wasser abgefüllt. Gleich oberhalb, in Hojna Voda (Heilbrunn), beginnt unsere Tour auf einem Hochplateau in 800 m Seehöhe, früher für die Glasindustrie abgeholzt, heute abgesiedelt. Die Runde um den Mühlberger Teich (einer der zahllosen Schwemmteiche zur Holztrift) ist gut gespurt, dann müssen wir einer Forststraße (Radweg) folgen, um nach 1:30 Stunden zur "Urwaldpension" Zofin zu gelangen. Dieses herrliche Basislager müssen wir leider auslassen, es geht den Hutsky Bach aufwärts zum Teich (Abzweigung nach Joachimsthal sehr lohnend) und am Myslivna (1040 m) vorbei nach weiteren 1:20 Stunden zu unserem Lieblingsgasthaus Baronuv Most. Zur Orientierung in dieser menschenleeren Wildnis sollte man gut gerüstet sein, topographische Karten von www.shocart.cz, www.austrianmap.at, oder www.mapy.cz sollten dabei sein. Wir nächtigen hier (sehr schöne Zimmer), am Morgen gibt es wieder Neuschnee, nun liegen mehr als 70 cm, der Wind hat die kleine Straße über die Grenze nach Stadlberg unpassierbar gemacht.  Kirche in Buchers

Buchers, 26.12.2008: "Nie wieder Krieg", 1918 - Makaber ?

  Wir müssen die Autos weiträumig umstellen, und starten erst vom Grenzübergang. Die fehlenden 7 km kennen wir gut, oft haben wir die Paradieswiese um die abgesiedelte Ortschaft Buchers (Pohori na Sumave) schon durchstreift (Nordwaldkammweg, Kamenec). Anfang Februar  veranstalten die Stadlberger eine Grenzland Wanderung, professionell gespurt bis Buchers, aber auch die tschechischen Langläufer nutzen schon lange diese Traumlandschaft!

http://www.bucherser-heimat-verein.at/ 

Paradies rund um Buchers Von Stadlberg beginnt unser Anstieg durch knietiefen Pulverschnee zur Lainsitzquelle und auf den Sattel zwischen Aichelberg und Tischberg, mit 1063 m der höchste Berg des Waldviertels. Unten beim Schilift holt uns die Zivilisation wieder ein, die Karlstifter Loipe führt uns aber schnell wieder in tiefe Wälder hinüber zur Kampquelle bei Liebenau. Wir sind im Loipenbereich der "Aktivwelt Freiwald", welche sich um die Vernetzung der Loipen bemühen. Die Verbindung Richtung Großgerungs ist zwar noch nicht gespurt, wir genießen aber die Tiefschneeabfahrt zum Wh. Kampbrücke (leider nur Abendbetrieb), von dort sind es noch 4 km auf einem Fahrweg bis zur nächsten Loipe beim Gehöft "In der Goaß". Jetzt sind wir auf den weiten, sonnigen Loipen von Klein Wetzles und erreichen gegen 15:30 Uhr das Langläuferzentrum Gh. Einfalt. Die Sauna haben wir verdient, immerhin bläst seit Tagen ein kräftiger Nordwind bei -7 Grad!  Aichelberg Blick nach Norden
Liebenau zur Kampbrücke Um 9 Uhr brechen wir auf, bis Bärnkopf sind es 27 km mit kritischen Passagen. Zunächst ziehen wir auf schönen Bahnen zur Griesbacher Loipe, wo wir ein kurzes Stück zur Brücke über den Großen Kamp spuren müssen. Steil geht es zum Ortszentrum von Arbesbach aufwärts, den "Stockzahn des Waldviertels" im Blickfeld. Beim Friedhof beginnt das Loipensystem von Arbesbach - Altmelon, welches glücklicherweise gut gespurt ist. Der Wind frischt auf, wir sind froh, am Rande der Meloner Au etwas Schutz zu finden. Auf verwehten Loipen erreichen wir endlich Klein Pertenschlag, der letzte "Außenposten" vor der Wildnis des Weinsberger Waldes. Schon glauben wir, beide Wirtshäuser wären geschlossen und packen im Schutz des Hauses unsere Jause aus, da kommt die Wirtin mit einigen Stammgästen, die uns bereits durch die Ortschaft laufen gesehen haben. Wir wärmen uns auf und erklären den verdutzten Einheimischen, wo wir unterwegs sind. Von hier geht es mindestens 7 km "offroad", hier habe ich mich vor 5 Jahren ordentlich verschaut. In der Goaß
Kleiner Kamp Ich finde den steilen Hohlweg wieder, der direkt zum Kleinen Kamp hinunterführt, im Tiefschnee ist die Abfahrt ein Traum. Diesmal überqueren wir sofort den Kamp, um sicher die dritte Abzweigung nach links zu finden. Heuer gelingt alles, bald sind wir wieder oben an der Straße vor Bärnkopf und drehen noch eine Loipenrunde, bevor wir beim Gh. Hofer die Tour beenden.
Die Verbindungsloipe nach Gutenbrunn absolvieren wir dann eine Woche später, um endlich beim "guten Brunnen" und unserem Traditionswirten Gh. Marschall zu landen. Hinter uns liegen 82 km "Cross Country", wie man sie auch im alpinen Bereich kaum findet - nur 5 Straßenquerungen, wo wir abschnallen mussten.

Wie beim Paddelsport sind solche Touren nicht zu erzwingen, Niederschlag, Wetter und Freunde müssen stimmen - ein Fünfjahrestrip!

Walter Mück, 27.2.2009

guter Brunnen von Gutenbrunn



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